MEINE LEISTUNGEN

 

EINE GANZHEITLICHE BEHANDLUNG

Ein klassischer Ersttermin (ca. 90 Minuten) bei mir sieht wie folgt aus:

1. Gründliche Anamnese mit körperlicher Untersuchung (ca. 30 Minuten)

2. Gemeinsam mit meinem/r Patient/in erstellen wir einen Behandlungsplan, der so aussehen könnte:

3. Dry Needling (ca. 20 Minuten), wenn der/die Patient/in damit einverstanden ist und keine Nadelangst hat. Bei Angst lassen wir natürlich die Nadeln weg und machen eine klassische Triggerpunktbehandlung. 

4. Manuelle Techniken (ca. 15 Minuten). Kombination aus Traktionsbehandlungen, diversen Massagetechniken, Faszientechniken und 

5. Aktive Kräftigungs-, Mobilisations- und Dehnungsübungen (ca. 15 Minuten) 

6. Falls notwendig und gewünscht, kann ein KinesioTape angebracht werden

7. Abschließende Fragen werden geklärt und bei Wunsch wird ein Folgetermin vereinbart.

Erfahrungsgemäß ist so eine Kombinationstherapie am erfolgreichsten. Falls nur einzelne Leistungen gewünscht sind, ist dies natürlich auch in Ordnung.

Ich selber bin sehr überzeugt von der Dry Needling Methode und begegne immer wieder Menschen, die noch nie etwas von dieser Behandlungsmethode gehört haben. Daher im Folgenden die meistgestellten Fragen mit Antworten. Das einfachste natürlich: Einfach einen Termin ausmachen und überzeugen lassen! 

DRY NEEDLING

Was ist Dry Needling?


Dry Needling = "trockenes Nadeln", da keine Medikamente in den Muskel injiziert werden. Bei dieser recht neuen und sehr effektiven Methode werden feine sterile Akupunkturnadeln in den Muskel, noch genauer in myofasziale Triggerpunkte (diese lästigen "Verspannungsknötchen") gestochen, um muskuläre und fasziale Schmerzen zu behandeln.

Myofasziale Triggerpunkte sind mikroskopisch kleine Verspannungen im Muskelgewebe, die einzeln nicht zu ertasten sind. Das was wir fühlen, wenn wir einen "Verspannungsknubbel" ertasten, sind oft mehrere von diesen Triggerpunkten, die dann schmerzhafte Verhärtungen und Stränge im Muskel bilden können. Diese folgenden Symptome können dann auftreten: lokale oder ausstrahlende Schmerzhaftigkeit im Hartspannstrang, Muskelsteifigkeit oder Muskelschwäche, Sehnenentzündungen oder Nervenreizungen.

Nach einer gründlichen körperlichen Untersuchung werden anschließend feine Nadeln in die Muskeln eingeführt und durch mechanische Stimulation wird das Muskel- und Fasziengewebe angeregt. Dies fördert die lokale Durchblutung, wodurch der Abbau von Entzündungsprozessen angeregt wird und somit die Schmerzsymptomatik effektiv gelindert werden kann und die Regeneration des behandelten Muskels gefördert wird.

Worin unterscheiden sich Dry Needling und Akupunktur?

Bei der Akupunktur sticht man in Meridiane/Akupunkturpunkte und verfolgt somit das Ziel den Energiefluss im ganzen Körper zu fördern.

Mit dem Dry Needling hingegen werden lokal verspannte Triggerpunkte im Muskelgewebe mittels Nadeln gelöst, indem die Durchblutung und Versorgung des Gewebes verbessert und somit die Muskelspannung reguliert wird.


Wer darf Dry Needling praktizieren?

Das ist von Land zu Land unterschiedlich. Da es sich um eine invasive Technik handelt, ist es in Deutschland rechtlich nur Ärzten und Heilpraktikern mit entsprechender Zusatzausbildung erlaubt.

Wie lange dauert eine Dry Needling Behandlung und wie sieht eine Behandlung vom Aufbau aus? 

Ich nehme mir für alle meine Behandlungen gerne 45-60 Minuten Zeit (bei der Erstuntersuchung sogar 75-90 Minuten). Dies hat natürlich auch noch den Grund, dass die Arbeit mit Nadeln für viele Patienten mit einer gewissen Nervosität verbunden ist und daher möchte ich mit genügend Zeit für eine angenehme, entspannte Atmosphäre sorgen.

Nach der gründlichen Anamnese wird zusammen mit dem Patienten entschieden, wie die Behandlung aussieht. In den meisten Fällen therapiere ich nicht nur mit Nadeln, sondern ergänze die Behandlung durch manuelle Techniken sowie aktive Kräftigungs-, Mobilisierungs- und Dehnungsübungen. Dies macht Dry Needling zu einem ganzheitlichen Behandlungskonzept und hat sich in der Praxis als sehr effizient bewiesen. 


Wie viele Dry Needling Behandlungen sind nötig, um wieder schmerzfrei zu sein?

Das wird individuell festgelegt und kommt ganz darauf an, wie akut oder chronisch die Beschwerden sind. Oft können akute Beschwerden nach 1-3 Dry Needling Behandlungen verbessert werden. In manchen Fällen dauert es auch etwas länger. Grundsätzlich sollte man zwischen den Behandlungen 5-7 Tage pausieren (falls immer derselbe Muskel behandelt wird), da mit den Nadeln kleine Mikroverletzungen im Muskel verursacht werden, die sich wieder erholen müssen.


Was sind die Vorteile einer Dry Needling Behandlung?

  • Oft sehr schnelle spürbare Erfolge (Patienten berichten oft nach der 1. Behandlung, dass die Schmerzen viel milder geworden sind)

  • Bessere und schnellere Regeneration der behandelten Muskulatur

  • Tiefere Gewebsschichten können effizient und punktgenau erreicht werden (was durch nur manuelle Techniken oft nicht möglich ist)

  • Keine Medikamenteneinnahme und sehr geringe Nebenwirkungen.

Wie fühlt sich Dry Needling an?

Der Einstich in die Haut wird oft nur als kleiner Piekser wahrgenommen (manche merken es auch kaum, da die Nadeln beim Dry Needling viel dünner sind als beim Blut abnehmen oder Impfen). Sobald die Nadel tiefer in die Muskelschichten eingeführt wird und sich den Triggerpunkten nähert, beschreiben die meisten Patienten/innen ein Druckgefühl. Dieses wird stärker, je mehr die Nadel sich den Triggerpunkten nähert. Sobald ein Triggerpunkt mit der Nadel getroffen wird, kommt es zu einer «local twitch response», also zu einer Muskelzuckung, die für mich als Therapeut oft zu sehen ist und für den/die Patienten/in deutlich zu spüren ist. Diese Zuckung kann sich die ersten Male etwas befremdlich anfühlen (viele beschreiben es als Muskelkrampf). Je öfter man es aber dann gemacht hat, desto milder werden die Zuckungen und das befremdliche Gefühl geht in einen «Wohlfühlschmerz» über.

Direkt nach der Behandlung kann es zu einem starken Muskelkater und Schweregefühl in der behandelten Region kommen, welches in der Regel nach 1-4 Tagen wieder nachlässt.


Was sollte man nach einer Dry Needling Behandlung beachten?

  • Wasser trinken: Über den Tag verteilt viel trinken, was nach allen manuellen Muskel- und Faszientechniken wichtig ist, um die Giftstoffe besser abzutransportieren.

  • Bewegung: Grundsätzlich ist Bewegung nach dem Dry Needling sehr zu empfehlen. Allerdings sollte zumindest am Tag der ersten Behandlung auf Explosivsportarten, wie z.B. Tennis oder Squash, verzichtet werden. Ausdauersportarten wie Jogging, Radfahren oder Schwimmen, aber auch Dehnen und Krafttraining (mit den Gewichten allerdings nicht übertreiben!) können die Behandlung durchaus positiv unterstützen.

  • Kühlen: Falls die Einstichstelle sich sehr entzündet anfühlt, kann hier lokal mit Eiswürfeln gekühlt werden. Für manche fühlt sich eine warme Badewanne/Sauna aber auch als Ergänzung gut an, um eine ganzheitliche Entspannung zu erreichen. 

  • Ruhe: Falls möglich, sollte man nach einer Dry Needling Behandlung den Tag möglichst ruhig und entspannt angehen.


Darf jeder mit Dry Needling behandelt werden?

In bestimmten Fällen darf Dry Needling nicht oder nur unter speziellen Vorsichtsmaßnahmen ausgeführt werden:

  • Akute systemische Infektionen (gehören in ärztliche Behandlung)

  • Akute Notfälle (gehören in ärztliche Behandlung)

  • Patienten die Blutverdünner nehmen (Medikamente wie Azetylsalizylsäure, Clopidogrel, Heparine)

  • Patienten mit Sensibilitätsstörungen (z.B. nach Bandscheibenvorfall, Operation, Diabetes etc.)

  • Patienten mit Lymphödemen (Infektionsrisiko ist stark erhöht) und Zustand nach Lymphknotenentfernung

  • Patienten mit erhöhtem Infektionsrisiko z.B. Immunsupprimierte oder Diabetespatienten sollten mit großer Vorsicht behandelt werden

  • Patienten mit Hautveränderungen (z.B. Hautdefekte, Hautinfektionen und Hautallergien)

  • Patienten mit Tumoren

  • Patienten mit Hämatomen (erhöhtes Infektionsrisiko)

  • Patienten mit Osteosynthesen und Gelenkersatz (reduzierte Immunabwehr in dem Bereich)

  • Patienten mit Implantaten (es sollte nicht in der Nähe der Implantate genadelt werden)

  • Schwangere, Kinder und psychiatrische Patienten sollten lieber nicht behandelt werden


Welche Komplikationen können auftreten?

Da sterile Nadeln in das Körpergewebe eingeführt werden, handelt es sich um eine invasive Technik. Daher sollte Dry Needling stets durch gut ausgebildete und zertifizierte Therapeuten erfolgen. Dies minimiert das Risiko für Nebenwirkungen und Komplikationen und macht Dry Needling zu einer sehr sicheren Therapiemethode.


Nichtsdestotrotz kann es zu folgenden Erscheinungen kommen:

  • Sehr oft bekommen Patienten/innen einen heftigen Muskelkater direkt nach der Behandlung an der behandelten Stelle, welcher ca. 1-4 Tage anhalten kann

  • Oft treten Müdigkeit und eine tiefwirkende Entspannung ein. Bitte beachten: Dadurch kann die Verkehrstüchtigkeit eine gewisse Zeit eingeschränkt sein.

  • Oft können vorübergehende vegetative Reaktionen wie Schwitzen, Schwächegefühl, Schwindel, Herzrythmusstörungen, Blutdruckabfall, „Nadelkollaps“, Benommenheit, Schlafstörung, Übelkeit, Erbrechen, kalte Hände, Magenbeschwerden, etc.

  • Manchmal kann es zu Hautreaktionen (Rötung) kommen.

  • Manchmal kommt es zu Verletzungen von kleineren Blutgefäßen (kleine Blutung an der Einstichstelle, kann evtl. auch einen kleinen blauen Fleck hinterlassen, der nach einigen Tagen verschwindet)

  • Eher selten kann es zur Aktivierung von latenten, bereits vorhandenen, aber noch nicht ausgebrochenen Krankheitsprozessen kommen.

  • Eher selten kann es zu emotionalen Reaktionen wie Angst, Panik, Euphorie, Lethargie etc. kommen.

  • Eher selten kann es zu Verletzungen von Gefäßen und Nerven kommen, die zu leichten Sensibilitätsstörung in der Einstichregion führen.

  • Ein sehr geringes Risiko einer lokalen und allgemeinen Entzündung besteht durch die Nutzung von sterilen Einmal Nadeln. Bei Patienten mit intaktem Immunsystem und der Verwendung dieser Nadeln und den gängigen hygienischen Maßnahmen ist dies nahezu ausgeschlossen.

  • In extrem seltenen Fällen kann eine Akupunkturnadel abbrechen, ggf. kann dies einen operativen Eingriff zur Entfernung der Nadel erforderlich machen (daher bitte während der Behandlung nicht die Position ändern und möglichst ruhig bleiben.)

  • Extrem selten (bei schlechten Anatomiekenntnisse des Therapeuten) kann es zu Verletzungen der inneren Organe kommen (z.B. Lunge mit Ausbilden eines sogenannten Pneumothorax, Darm etc.).


Auf meinem Instagram Account gibt es einige Videosequenzen von den oben beschriebenen "local twitch responses".

Bei weiteren Fragen berate ich Sie gern!

TRIGGERPUNKTTHERAPIE

Die Triggerpunkttherapie hat als Ziel die Beseitigung von Schmerzen sogenannter myofaszialer Triggerpunkte. Diese sind lokal begrenzte Muskelverhärtungen in der Skelettmuskulatur, die lokal druckempfindlich sind und von denen übertragene Schmerzen ausgehen können. Rund 80 bis 90 % der Schmerzsyndrome sollen auf derartige Muskulaturverhärtungen zurückzuführen sein.

So sind myofasziale Triggerpunkte im Schulterheber-Muskel (Musculus levator scapulae) und im Trapezmuskel (M. trapezius), die Schmerzen im Nacken und Hinterkopf/Schläfenbereich auslösen (triggern) können, auch in den meisten Fällen der Auslöser für jene Schmerzbilder. Die therapeutischen Möglichkeiten richten sich hauptsächlich auf die gezielte Reduktion (Deaktivierung) der permanent kontrahierten Muskelfasern sowie die anschließende nachhaltige Prophylaxe dieser durch ungünstige Arbeitshaltung oder mangelhaften Trainingszustand dauerhaft verkürzten oder fehlbeanspruchten Muskeln. Als Möglichkeiten bieten sich je nach betroffenem Muskel an: spezifische manuelle physiotherapeutische Behandlungstechniken, Behandlung durch Akupressur in Selbstbehandlung, trockene Nadelungen (Dry Needling) des Triggerpunktes mit Akupunkturnadeln oder durch Injektion eines Lokalanästhetikums in den Triggerpunkt, aber auch eine Triggerstoßwellentherapie.